Donnerstag, 11. September 2014

Winterkollektion Teil 1 - Streifenshirt


Obwohl bei uns in den letzten Tagen noch Sommer herrschte, habe ich planmäßig im September mit meiner Herbst-/Winter-Kollektion (weitere geplante Teile siehe hier) begonnen. Den Streifenjersey habe ich hier schon eine ganze Weile liegen, da klar war: dieses Teil muss ich mir unbedingt nähen. 

Und - regelmäßige Leser meines Blogs mögen es kaum glauben glauben - ich bin eigentlich ganz zufrieden...




... vor allem, wenn man es mit dem Original vergleicht...



Ja, auch hier gibt es Fehler. So hatte ich beim Säumen der Ärmel komischerweise Schwierigkeiten und der Ausschnitt ist irgendwie zu weit geworden und steht vor allem hinten ein wenig ab. Aber ansonsten - super! Wird definitiv eines meiner Herbst-Higlights.

Material: Streifenjersey von Stoffe.de
Kosten: ca. 20 €
Arbeitsaufwand: 5 h 30

Verlinkung: heute beim RUMS

Dienstag, 9. September 2014

Mann, war das ein Akt ...


Kreativ bin ich ja immer, aber in den letzten Wochen auch mal auf eine andere Art. Ich  renoviere gerade das ehemalige Zimmer meines großen Sohnes, der vor gut einem Monat ausgezogen ist. Tapeten wurden abgerissen, auf Putz neu gestrichen und ein paar alte Möbel wurden aufpoliert.

Mein neues Näh-, Arbeits- und Bibliothekszimmer soll nämlich im Shabby-Look gestaltet werden. Einige alte Möbel habe ich neu gekauft, einige neue Möbel sind bestellt, mein Bücherregal wird maßangefertigt.

Eine kleine Schubladenkommode habe ich Euch bereits hier präsentiert, heute soll es ein fast 20 Jahre alter Schrank sein. Er stammt ursprünglich von Car Selbstbaumöbel und war unbehandelt. Damals haben wir ihn außen rot gestrichen. Das passte jetzt nicht mehr und er sollte weiß werden mit Gebrauchsspuren.

Und so sah die Verwandlung aus, die ich heute zum Creadienstag präsentieren will:

Nach dem ersten Anschliff ... nur noch leicht rot


Nach dem ersten Anstrich ... die weiße Farbe vermischt sich leider mit dem rot -
Hilfe, ich wollte keinen rosa Schrank ;-)


Nach einer zweiten Schicht Acryllack und nochmal zwei Schichten Glanzlack
konnte dann doch abgeschliffen werden.

Die vorher braunen Einlegeböden sind wirklich gut geworden

Unter der weißen Farbe kam beim Abschleifen dann wieder rot hervor

Die Schubladengriffe machen was her.

Im Großen und Ganzen finde ich den Schrank dann doch sehr gelungen, auch wenn ich mit der Farbwahl sehr unglücklich war. Der Acryllack deckte nicht und vermischte sich mit der roten Farbe, der Kunstharzlack deckte zwar, ließ sich aber nicht gut verstreichen und glänzte wie verrückt.

Ich habe dann einfach nochmal alles mit feinem Schleifpapier (und dem Elektroschleifer, sonst wird man ja irre) drüber geschliffen und die "Abnutzungs"kanten mit einem gröberen Schleifpapier bearbeitet. Nun wartet der Schrank auf die Vollendung des Zimmers und seine Ausstattung mit lauter schönen Stoffen.


Donnerstag, 4. September 2014

Daniel Glattauer: Die Wunderübung

112 S., Deuticke, 12,90 €, ISBN 978-3-552062399

Daniel Glattauer hat mir schon manches Lächeln auf die Lippen gezaubert. Seine beiden Bestseller "Gut gegen Nordwind" und die Fortsetzung "Alle sieben Wellen" haben mir wirklich gut gefallen und kamen meinen eigenen Beziehungs- und Annäherungsversuchen sehr nahe.

In der Komödie "Die Wunderübung" greift Glattauer im Beziehungszeitstrahl einige Jahre vor. Ein Ehepaar sitzt zur Paartherapie in einer Praxis und versucht, seine Beziehung zu kitten. Dies gestaltet sich aber zunehmend schwieriger.

Sie weiß im Vorhinein bereits, was ihr Gatte sagen will und denkt und er reagiert mit Distanz, Ignoranz und stiller Aufgabe. Eine giftige Atmosphäre breitet sich aus, die auch der Therapeut durch seine diversen Paarübungen nicht zu überbrücken scheint.

Nach einer kurzen Sitzungspause kehrt der Therapeut deutlich angeschlagen zurück. Ein privates Problem scheint sich ihm in der Pause offenbart zu haben und das Ehepaar wechselt auf einmal die Seiten. Gemeinsam versuchen sie, dem Therapeuten Ratschläge zu geben und relativieren ihr eigenes Verhalten und rücken damit automatisch zusammen.

Was verbirgt sich nun hinter dieser "Wunderübung"? Unbedingt selbst lesen! In zwei Stunden ist man mit dem Büchlein durch und hat sich wieder einmal selbst ertappt, erkannt und belächelt. Eine schönere Selbstreflexion kann es nicht geben. Glattauer at his best.