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Donnerstag, 12. Juni 2014

Falafel mit Joghurtdressing und Couscous-Salat

Ich liebe ja Couscous-Salat und seit ich in der Türkei vor ein paar Jahren im Urlaub war, generell die arabische Küche. Bei den Temperaturen am Wochenende sollte etwas Leichtes auf den Tisch - also gab es mal wieder Couscous-Salat, diesmal mit Falafel.


Den Salat mache ich jedesmal ein wenig anders, je nach Lust und Laune wie bereits hier, hier und hier verbloggt. Diesmal wurde der Couscous nur mit warmem Wasser übergossen, hinzu kamen dann Petersilie, Minze und Tomaten. Gewürzt habe ich mich Kreuzkümmel, gemahlenem Koriander und Salz.

Das Rezept für den Falafel stammt aus dem Kochbuch Mediterran genießen: Verwöhnrezepte rund ums Mittelmeer. Dort werden sie zwar aus Erbsen gemacht, ich habe die Falafel aber klassisch aus Kichererbsen gemacht.

Dafür werden diese über Nacht in Wasser eingeweicht und dann gemeinsam mit Frühlingszwiebeln, Knoblauch, einer Chilischote sowie Petersilie und Minze fein zerkleinert, am Besten mit dem Pürierstab. Abgeschmeckt wird die Masse mit gemahlenem Koriander, Kreuzkümmel und Paprika edelsüß sowie Salz.

Aus der Massen werden dann Bällchen geformt und frittiert - oder wie bei mir: in reichlich Fett ausgebacken.

Als frisches Topping gab es noch eine Joghurtsauce die aus Naturjoghurt, Olivenöl, Zitronensaft und selbgemachtem Harrissa bestand.

Sonntag, 8. Juni 2014

Arabisch kochen: Gefüllte Weinblätter mit Knoblauchsauce


Von unserem Jugendweihe-Buffet waren noch reichlich Weinblätter übrig, die irgendwie verarbeitet werden mussten. Also schnell ein Rezept bei chefkoch.de gesucht, gefunden und ausprobiert. Es macht viel Arbeit, aber es lohnt sich.

Für die Füllung Rinderhack mit Zwiebeln, gewaschenem Rundkornreis (z. B. Milchreis), Tomatenmark, Paprikapulver und gehackter Persilie vermengen und mit Olivenöl, Salz und Pfeffer abschmecken. Dann je einen Esslöffel auf ein (eingelegtes) Weinblatt (mit der rauen Seiten nach oben) geben und dieses so aufrollen, dass die Seiten mit eingeschlagen werden. Mit der offenen Seite nach unten in einen Topf schichten, etwas Olivenöl dazu geben und soviel Wasser, dass die obere Schicht zwar im Wasser ist, aber nicht bedeckt. Die Röllchen dürfen nicht schwimmen.

Obenauf werden noch Zitronenscheiben gelegt und ein Teller zum Beschweren. Dann wird das Ganze mindestens eine Stunde auf kleiner Flamme geköchelt. Evtl. mal die Röllchen vorsichtig umschichten, denn bei mir waren die obersten noch nicht durch, während die untersten schon lange gar waren.

Dazu gab es eine Knoblauchjoghurtsauce: einfach Joghurt und Schmand Hälfte Hälfte mischen mit reichlich kleingeschnittenem Knoblauch und Salz würzen, etwas ziehen lassen.

Voila! Fertig ist ein super leckeres und frisches Sommeressen. Trotz viel Arbeit gibts das bei uns bestimmt mal wieder.

Mittwoch, 20. November 2013

Khaled Hosseini: Drachenläufer

385 S., Berliner Taschenbuchverlag, 10,50 €, ISBN 978-3-8333-0149-0

Den zweiten Roman des Autors Hosseini, Tausend Strahlende Sonnen, habe ich bereits vor einiger Zeit gelesen und war begeistert. Da meine Eltern auch das erste Buch besitzen, konnte ich es mir leihen und auch "Der Drachläufer" ist ein tolles Buch und für jeden, der es noch nicht gelesen hat, empfehlenswert.

Diesmal geht es um zwei Freunde: Amir und Hassan. Gemeinsam aufgewachsen und sogar durch dieselbe Amme gestillt, vereint die beiden mehr als eine Kinderfreundschaft. Aber es trennt sie auch etwas, denn Hassan ist ein Hazara, eine ethnische Minderheit in Afghanistan. Sein Vater ist Diener im Hause von Amir. Und obwohl es Hassan und seinem Vater sehr gut dort geht und Amir sich keinen besseren Freund wünschen könnte, ist die unterschiedliche Herkunft beiden immer sehr bewusst.

Bei einem Drachen-Wettbewerb gehen sie gemeinsam an den Start: Amir als Drachenlenker und Hassan als Fänger des Verliererdrachens, der Trophäe, die den Sieger erst richtig zum Sieger macht. Unerwartet gewinnen die Freunde. Doch Amir wartet vergeblich auf Hassan und seine Rückkehr mit dem fremden Drachen. Er geht ihn suchen und beobachtet, wie seinem Freund schlimmes Unrecht angetan wird. Doch statt zu helfen steht er nur da, starr vor Angst - feige, wie er selbst für den Rest seines Lebens meint.

Er bereut bald, Hassan nicht geholfen zu haben. Gequält durch sein Gewissen, erwirkt er, dass Hassan und dessen Vater die Familie verlassen. Endlich kann Amir wieder frei atmen, die Ereignisse beginnen langsam zu verblassen.

Dann bricht in Afghanistan der Krieg aus, die Russen marschieren ein und Amir und sein Vater wandern nach Amerika aus. Dort studiert Amir und wird erfolgreicher Schriftsteller. Er findet eine Frau und ist mit ihr glücklich.

Aber eines Tages kehrt er in seine Heimat zurück. Rahim Khan, ein alter, sehr guter Freund des Vaters, ist sterbenskrank und möchte Amir noch einmal sehen. Das Wiedersehen ist für Amir eine Konfrontation mit seiner Vergangenheit. Die Bilder holen ihn wieder ein. Er erfährt, was aus Hassan geworden ist und Rahim Khan gibt Amir die Möglichkeit, seine Schuld von damals wieder gut zu machen.

Die anschließende Reise verschlägt Amir ins tiefste Afghanistan. Krieg und Elend begegnen ihm, die Taliban haben längst Einzug ins Land gehalten und den meisten Menschen geht es schlimmer als zuvor. Auch Amir gerät in große Gefahr und schafft es dennoch seine Mission zu erfüllen.

Auch wenn der Roman kein klassisches Happy End hat (wie sollte es bei solch einem Thema auch gehen), so schlägt der Leser das Buch dennoch zu in dem Gedanken, dass jetzt Frieden einkehrt für unseren Helden und die Zeit dann doch alle Wunden heilt, auch wenn Narben zurückbleiben.

Hosseini gelingt es meisterlich, Geschichte und Gegenwart, Freundschaft und Familie, Schuld und Sühne und noch vieles mehr in dieser Geschichte zu einem bewegenden Roman zu verknüpfen. So muss große Literatur sein: uns mit fesselnden Geschichten andere Kulturen, Zeiten oder Denkweisen näher bringen.

Ein neues Buch des Autors ist gerade erschienen. Man darf gespannt sein und ich bin mir sicher, ich werde nicht enttäuscht werden.


Montag, 18. November 2013

Fleischbällchen mit Sauerkirschen auf Couscous


Eigentlich wollte ich im jetzt schon fast vergangenen Jahr viel mehr türkische und arabische Küche ausprobieren, da mir in meinem Türkeiurlaub im Oktober letzten Jahres das Essen so gut geschmeckt hat. Aber irgendwie haben mir immer die Rezepte gefehlt und irgendwann hatten andere Dinge Vorrang.

Da in den letzten Wochen aber zwei neue Kochbücher in meinem Haushalt Einzug genommen haben, gab es die Gelegenheit, ein neues Rezept auszuprobieren. Die Hackfleischbällchen mit Kirschen sind als eine Variante der spanischen Fleichbällchen in Tomatensauce aufgeführt. Ich fand sie aber viel interessanter zum Ausprobieren. Zudem sind sie schnell gemacht.

Das Hackfleisch mit fein gewürfelten Zwiebeln (oder geriebene), Salz, Kreuzkümmel und Zimt vermengen und in heißem Öl anbraten, rausnehmen. In das Bratfett die Sauerkirschen (bei mir abgetropfte aus dem Glas) zusammen mit einem EL Butter anbraten, etwas Brühe zugießen, aufkochen lassen und dann die Fleischbällchen wieder hineingeben und das Ganze ca. 10 Minuten ziehen lassen. Mit Zitronensaft und Salz abschmecken. Ich habe die Sauce noch mit etwas Mehlschwitze angedickt.

Dazu wird Couscous empfohlen, den ich mit Kräutern, Zirtonensaft und etwas Kreuzkümmel abgeschmeckt habe. Feines, einfaches Essen mit arabischer Note.

Quelle: