142 S., Kosmos, 14,99 €, ISBN 978-3-440-14286-8
Leser meines Blogs wissen, dass die Berner Sennenhündin Pauline unser Familienleben sehr bereichert und dass ich Halsbänder und Halstücher für Hunde jeder Art bereits selber mache und zum Kauf anbiete.
Ich wollte aber mal schauen, was sich noch so alles für den Hund produzieren lassen kann. Das Buch "Hundesachen" kam deshalb gerade recht als Rezensionsexemplar.
Es werden nicht nur Projekte aus Stoff, sondern auch schönes Spielzeug aus Holz vorgestellt. Jedes Projekt hat mindestens eine Doppelseite, die optisch wie die Kochbücher aus der Reihe "Wir kochen gut", die ich auch schon öfter rezensiert habe, aufgemacht sind.
Eine Seite besteht aus der ausführlichen Anleitung, die andere aus einer Bebilderung, die einzelne Arbeitsschritte auch nochmal detaillierter zeigt.
Schöne genähte Spielsachen für den Hund finden sich im Buch, ob zum Apportieren oder als Zerrspiel. Ebenso gibt es verschiedene Decken für innen und außen, Halstücher, Halsbänder, Leinen und Geschirre. Mich selbst interessiert vor allem der Wendebademantel, denn manchmal sieht meine Schnecke ganz schrecklich nass und dreckig aus, wenn sie baden war. Dann ist solch ein Mantel super zum trocknen und um allzu großen Dreck im Haus zu vermeiden.
Aus Holz kann man Futtersuchspiele nachbauen, aber auch ein Hundebett und eine Garderobe für all die tollen neuen Sachen. Mal sehen, ob ich mich auch an den Werkstoff Holz irgendwann traue.
"Hundesachen" ist ein rundum gelungenes Buch mit vielen Anregungen, Vorlagen und Schnittbogen, die man sich von der Kosmos-Seite runterladen kann. Wer sich also auch für dieses Thema interessiert, ist mit der Ausgabe bestens beraten, wenn es nicht Außergewöhnliches sein soll.
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Freitag, 12. Juni 2015
Freitag, 26. September 2014
C. Junes Barnes: Quilten in der dritten Dimension
128 S., Haupt, 29,90 €, ISBN 978-3-258-60101-4
Ich habe ja vor kurzem das Patchworken und Quilten für mich entdeckt. Ich habe mir ein Standardwerk zugelegt und wollte nun noch ein etwas anspruchvolleres Werk haben.
Da kam das Angebot des Haupt-Verlages für dieses Rezensionsexempar sehr passend. Allerdings hatte ich mir unter dem Titel etwas völlig anderes vorgestellt.
Vor Jahren hatte ich mal ein gequiltetes Kissen für meine Mutter gemacht. Da hob sich das Muster dreidimensional vom Rest des Stoffes ab und genau soetwas hätte ich hier erwartet.
Das Buch ist aber eher ein Kunstbuch. Die beschriebenen Techniken und Projekt sind eher nicht für den Alltagsgebrauch gedacht und für den normalen Gebrauch von Heimtextilien eher ungeeignet. Hier mal ein paar Beispielbilder:
Ein weiterer Teil geht auf die verschiedenen Objektformen ein. Behälter in jeglichen Formen, ob rund oder quadratisch oder in Kissenform gefaltet, aber auch Kugel, Quader etc. Es gibt so viele Möglichkeiten, sich kreativ auszutoben.
Es sind wirklich schöne Objekte entstanden und am Ende werden einzelne Künstler und ihre Werke vorgestellt. Interessant sind die stoffumwickelten Pfähle, die an die Grabpfähle der Aboriginies erinnern und besonder beeindruckt hat mich die gequiltete Jurte. Ich konnte leider nicht herausfinden, wie lange die Herstellung gedauert hat. Aber toll ist sie geworden.
Fazit: ein schön anzuschauender Band für alle, die quilten als Kunst betreiben. Für mich (leider) eher nichts.
Auf der Seite des Haupt-Verlages kann man auch einen Blick ins Buch werfen.
Ich habe ja vor kurzem das Patchworken und Quilten für mich entdeckt. Ich habe mir ein Standardwerk zugelegt und wollte nun noch ein etwas anspruchvolleres Werk haben.
Da kam das Angebot des Haupt-Verlages für dieses Rezensionsexempar sehr passend. Allerdings hatte ich mir unter dem Titel etwas völlig anderes vorgestellt.
Vor Jahren hatte ich mal ein gequiltetes Kissen für meine Mutter gemacht. Da hob sich das Muster dreidimensional vom Rest des Stoffes ab und genau soetwas hätte ich hier erwartet.
Das Buch ist aber eher ein Kunstbuch. Die beschriebenen Techniken und Projekt sind eher nicht für den Alltagsgebrauch gedacht und für den normalen Gebrauch von Heimtextilien eher ungeeignet. Hier mal ein paar Beispielbilder:
Wer aber quilten als Kunst betrachtet und hierfür Inspirationen braucht, der ist mit dem Buch gut bedient. Die Werke der Autorin wurden mehrfach ausgezeichnet und optisch ist alles eine Augenweide.
Einführend behandelt sie die Themen Inspiration, Grundausstattung und Nähtechnicken kurz und informativ. Weiter geht sie ein auf Möglichkeiten der Verzierungen, z. B. andersfarbiges Garn oder Pailletten. Nicht unwichtig für künstlerische Arbeiten ist die Präsentation der Objekte. Hierfür gibt es Tipps und Anregungen, die auch mal sehr kreativ und ungewöhnlich sein können.
Der größte Teil des Werkes beschäftigt sich mit den Möglichkeiten der Oberflächenbehandlung und -gestaltung. Schon mal etwas von Doghnut-Technik gehört? Hier kann man es nachlesen. Man kann die Fläche verziehren, flechten, wickeln, falten, raffen und smoken. Einzelne Flächen wiederum können gestapelt werden oder in Spiralform präsentiert werden.
Ein weiterer Teil geht auf die verschiedenen Objektformen ein. Behälter in jeglichen Formen, ob rund oder quadratisch oder in Kissenform gefaltet, aber auch Kugel, Quader etc. Es gibt so viele Möglichkeiten, sich kreativ auszutoben.
Es sind wirklich schöne Objekte entstanden und am Ende werden einzelne Künstler und ihre Werke vorgestellt. Interessant sind die stoffumwickelten Pfähle, die an die Grabpfähle der Aboriginies erinnern und besonder beeindruckt hat mich die gequiltete Jurte. Ich konnte leider nicht herausfinden, wie lange die Herstellung gedauert hat. Aber toll ist sie geworden.
Fazit: ein schön anzuschauender Band für alle, die quilten als Kunst betreiben. Für mich (leider) eher nichts.
Auf der Seite des Haupt-Verlages kann man auch einen Blick ins Buch werfen.
Freitag, 12. September 2014
Nani Coldine: Taschen für Fashionistas
159 S., Haupt, 24,90 €, ISBN 978-3-258-60021-5
"Taschen für Fashionistas" klingt endlich mal nach einem Buch, welches "echte" Hingucker präsentiert - Taschen, wie man sie in Zeitschriften sieht und die einem einfach zu teuer sind, um sie zu kaufen. Und das alles noch zum selber nähen.
So jedenfalls war meine Assoziation bei dem Titel und Untertitel dieses Buches. Aber weit gefehlt. Leider ist es wieder nur eines dieser unzähligen Bücher, die Taschen im DIY-Style präsentieren: seltsame Stoffe, Formen, die auf keiner Modenschau zu sehen sind und das Ganze auch noch ohne fertige Schnittmuster.
Letzteres finde ich nicht schlimm, aber ich habe in diesem Buch kein einziges Exemplar gefunden, welches ich gern nacharbeiten möchte. Da kann man das Geld lieber in die zahlreichen ebooks investieren, die inzwischen im Netz zum Download bereit stehen.
Nun aber mal ein wenig systhematisch: einführend wird im Band auf die verschiedenen Stoffe und Materialien eingegangen. Fragen wie "Wie vergrößere ich Schnitte?", "Wie näht man Futter- und Reißverschlusstaschen?" werden durchaus bodenständig und anschaulich erläutert.
Unter "Von der Idee zur fertigen Tasche" wird der Entwurfsprozess beschrieben, was aber nicht wirklich Neues beinhaltet. Das "Who ist Who" der Taschen wiederum macht Lust auf mehr. Taschenformen wie bspw. die Hobo-Bag werden beschrieben und sind sehr schön bebildert. Nur leider gibt es keines dieser Exemplare im Verlauf des Werkes als Nachmach-Version - sehr schade!
Dann folgen zahlreiche Modelle zum Nacharbeiten. Insgesamt 27 Projekte für neue Taschen und zum Pimpen einer vorhandenen Tasche werden vorgestellt. Die Schnittmuster sind anhand eines Karopapiers dargestellt. Die Anleitungen sind verständlich und sehr anschaulich. Einzig eines Gedankens wert waren für mich der Weekender (allerdings ohne Innenleben) und eine Filzhülle fürs Laptop.
Außerdem wird das Buch ergänzt durch Interviews mit einigen jungen Taschendesignern. Die mir bekanntestest Marke war Stulle. Das ist schon ganz interessant, mal hinter die Kulissen zu schauen, wie die Selbständigkeit bei anderen begann.
Am Ende wird auf mehreren Seiten Grundsätzliches zur Existenzgründung ausgebreitet. Für einen ersten Eindruck mag dies genügen, für Leute mit Vorbildung ist dies von keinem Interesse.
Insgesamt fällt mein Fazit also sehr mager aus: schlicht keine Kaufempfehlung. Bei mir wird das Buch wohl eher in der Ecke verschwinden. Vielleicht lese ich hier und da nochmal quer, aber das wars auch schon. Ich fand auch die Mischung nicht gelungen - so unausgegoren.Was soll z. B. die Doppelseite "Frag Tante Nani"? Das hätte sich die Autorin komplett sparen können. Einen Eindruck von nani coldine bekommt ihr hier:
"Taschen für Fashionistas" klingt endlich mal nach einem Buch, welches "echte" Hingucker präsentiert - Taschen, wie man sie in Zeitschriften sieht und die einem einfach zu teuer sind, um sie zu kaufen. Und das alles noch zum selber nähen.
So jedenfalls war meine Assoziation bei dem Titel und Untertitel dieses Buches. Aber weit gefehlt. Leider ist es wieder nur eines dieser unzähligen Bücher, die Taschen im DIY-Style präsentieren: seltsame Stoffe, Formen, die auf keiner Modenschau zu sehen sind und das Ganze auch noch ohne fertige Schnittmuster.
Letzteres finde ich nicht schlimm, aber ich habe in diesem Buch kein einziges Exemplar gefunden, welches ich gern nacharbeiten möchte. Da kann man das Geld lieber in die zahlreichen ebooks investieren, die inzwischen im Netz zum Download bereit stehen.
Nun aber mal ein wenig systhematisch: einführend wird im Band auf die verschiedenen Stoffe und Materialien eingegangen. Fragen wie "Wie vergrößere ich Schnitte?", "Wie näht man Futter- und Reißverschlusstaschen?" werden durchaus bodenständig und anschaulich erläutert.
Unter "Von der Idee zur fertigen Tasche" wird der Entwurfsprozess beschrieben, was aber nicht wirklich Neues beinhaltet. Das "Who ist Who" der Taschen wiederum macht Lust auf mehr. Taschenformen wie bspw. die Hobo-Bag werden beschrieben und sind sehr schön bebildert. Nur leider gibt es keines dieser Exemplare im Verlauf des Werkes als Nachmach-Version - sehr schade!
Dann folgen zahlreiche Modelle zum Nacharbeiten. Insgesamt 27 Projekte für neue Taschen und zum Pimpen einer vorhandenen Tasche werden vorgestellt. Die Schnittmuster sind anhand eines Karopapiers dargestellt. Die Anleitungen sind verständlich und sehr anschaulich. Einzig eines Gedankens wert waren für mich der Weekender (allerdings ohne Innenleben) und eine Filzhülle fürs Laptop.
Außerdem wird das Buch ergänzt durch Interviews mit einigen jungen Taschendesignern. Die mir bekanntestest Marke war Stulle. Das ist schon ganz interessant, mal hinter die Kulissen zu schauen, wie die Selbständigkeit bei anderen begann.
Am Ende wird auf mehreren Seiten Grundsätzliches zur Existenzgründung ausgebreitet. Für einen ersten Eindruck mag dies genügen, für Leute mit Vorbildung ist dies von keinem Interesse.
Insgesamt fällt mein Fazit also sehr mager aus: schlicht keine Kaufempfehlung. Bei mir wird das Buch wohl eher in der Ecke verschwinden. Vielleicht lese ich hier und da nochmal quer, aber das wars auch schon. Ich fand auch die Mischung nicht gelungen - so unausgegoren.Was soll z. B. die Doppelseite "Frag Tante Nani"? Das hätte sich die Autorin komplett sparen können. Einen Eindruck von nani coldine bekommt ihr hier:
Samstag, 14. Juni 2014
Natsuno Hiraiwa: Shape Shape - 1 und 2
Diese beiden Bücher fallen ein wenig aus dem Rahmen der anderen japanischen Schnittmusterbücher, die ich kenne. Es werden nur wenige Modelle präsentiert und viele fallen auch eher unter die Bezeichnung Accessoire, als unter Bekleidung.
Ich selbst bin in den Büchern nur wenig fündig geworden, mag ich doch eher avangardistische Sachen. Zu finden sind eher Basismodelle, die nur bedingt meinen Erwartungen nach dem "gewissen Etwas" entsprechen.
Dazu zählt beispielsweise diese Bluse aus dem ersten Band. Sie kann vorn und hinten geknöpft werden und ist dadurch schön wandelbar.
Ein schönes extravagentes Accessoire ist diese Stola, die durch ihre Wickeloptik sehr interessant aussieht.
Das Titelmodell ist eine runde Wendeweste, die sicherlich super schnell zu nähen ist und deshalb fest auf meiner Nachnähliste verankert ist.
Im zweiten Band bin ich noch weniger fündig geworden. Auch hier gefällt mir eine geknöpfte Bluse, diesmal mit einer Art Flügelärmeln.
Toll hingegen finde ich dieses Modell: einen langen Rock, den man geknöpft auch als Pluderhose tragen kann. Das ist doch wirklich mal originell.
Die Bücher enthalten für alle Modelle Schnittmusterbögen in verschiedenen Größen. Bemerkenswert ist, dass man auf den Bögen - nicht wie sonst - nur zwei oder drei Modelle hat, so lassen sich die Linien viel leichter finden. Für Anfänger ist dies besonders schön.
Der Anleitungsteil wird eingeleitet mit den wichtigsten Kenntnissen, die man vor Nähbeginn haben sollte: Stoffauswahl, eine Größentabelle, benötigte Utensilien und die Handhabung der Schnittmuster und das Zuschneiden werden beschrieben.
Die einzelnen Anleitungen sind wie in allen japanischen Nähbüchern wunderbar plastisch illustriert und einfach zu verstehen. Allerdings sollte man zum Einnähen von Reißverschlüssen und Taschen etwas Vorkenntnisse haben oder sich anderweitig Rat holen.
Die Bücher sind in jedem Fall empfehlenswert für Leute, die noch am Anfang des Nähens stehen und schnelle Ergebnisse erwarten. Das ein oder andere Modell hat seine Rafinessen, aber ansonsten handelt es sich eher um Basisteile.
Wenn ich den ein oder anderen neugierig gemacht habe, kann man sich die Bücher hier gleich bestellen:
Mittwoch, 4. Juni 2014
Yoshiko Tsukiori: Kleider und Tops zum Kombinieren
87 S., Stiebner, ISBN 978-3-8307-0912-1, 19,90 €
Ich habe Euch noch mehr Buchbesprechungen anlässlich des Japan Sew Along versprochen. Heute möchte ich Euch "Kleider und Tops zum Kombinieren" von Yoshiko Tsukiori vorstellen.
Wie der Titel schon sagt, findet ihr in dem Buch keine Röcke und Hosen, sondern Oberteile und Kleider, die grundsätzlich alle nach demselben Prinzip entworfen sind. Alle Teile sind weit geschnitten - körperbetonende Details gibt es nicht.
Der Reiz der Kleidungsstücke findet sich aber in kleinen Details: Bänder, Rüschen, Falten und pfiffige Knopflösungen machen dann doch jedes einzelne Exemplar zu etwas Besonderem.
Variabel sind die Schnitte in jedem Fall in der Länge. So lassen sich die Tops wohl alle zu einem Kleid verlängern und bei den Kleidern auch umgekehrt. So kann man mit diesem Buch mehr als nur die 35 Modelle nähen.
Beim Durchblättern haben es mir vor allem die beiden Kleider mit den unterschiedlichen Knopfleisten angetan.

Aber auch die Blusenmodelle A und U finde ich toll und werden sicher irgendwann nachgenäht.
In diesem Buch sind die Anleitungen reich bebildert und somit gut nachzuarbeiten. Eine kleine Tabelle für die Ermittlung der richtigen Größe findet sich im Anleitungsteil. Ansonsten wird auf Verarbeitungstipps komplett verzichtet. Damit ist das Buch für Anfänger nicht geeignet, wer aber schon ein paar Teile genäht hat, wird mit den Zeichnungen gut klar kommen.
Fazit: Mir gefällt das Buch sehr gut und die hier gezeigten Modell sind nur meine erste Auswahl. Tragbar sind alle Modelle und vor allem auch zeitlich unabhängig. Sie folgen keiner Mode. So kann man das Werk sicher über viele Jahre für sich nutzen.
Am Ende möchte ich dem Stiebner-Verlag danken, mir ein Exemplar für die Rezension zur Verfügung gestellt zu haben.
Dienstag, 27. Mai 2014
Rezension - Sato Watanabe: Kleider im japanischen Stil
120 S., Haupt, ISBN 978-3-258-60073-4, 24,90 €
Für den Japan Sew Along habe ich mir einige Bücher zur Begutachtung bestellt und möchte Euch diese so nach und nach vorstellen. Nach "Nähen im japanischen Stil" möchte ich mich heute dem Buch "Kleider im japanischen Stil: 25 Projekte mit Nähanleitung"
Im Sommer trage ich gern unkomplizierte Kleider und so kam dieses Buch zum Schmökern ganz recht. Und was muss ich sagen: die Hälfte der Modelle sind zum Nacharbeiten vorgesehen. Das heißt natürlich nicht, alle in diesem Sommer, aber so nach und nach werden einige in die Realität umgesetzt.
Ungewöhnlich an diesem Buch ist, dass es keine Schnittmusterbögen gibt. Alle Kleider sind so konzipiert, dass sie aus einfach nachzukonstruierenden Schemenschnitten bestehen. Man könnte sogar direkt auf den Stoff zeichnen, wenn man denn die passende Maße hat.
Ich finde wie bei allen japanischen Nähbüchern die Einfachheit der Schnitte super. Obwohl ich wirklich schon sehr komplizierte Modelle wie Blazer, Trenchcoats etc. genäht habe, mag ich selbst in der Regel unkomplizierte Teile, die durch Kleinigkeiten, wie Stoff, Ausschnittlösungen oder raffinierte Details etwas her machen.
Besonders hat mir in diesem Buch das Kleid 20 angetan, welches ich in jedem Fall aus ähnlichem Stoff für den Winter nähen werde. Diese schräge Knopflösung ist doch so simple wie genial.
Einige der Kleider kann man sicher auch als Bluse oder Tunika nähen, indem man einfach die Länge variiert. Das erscheint mir doch sehr reizvoll. Auch hätte ich gern für die kühleren Tage ein paar längärmelige Teile im Schrank. Die gibt es im Buch zwar kaum, aber bei den Raglanmodellen mit Kurzarm können die Ärmel einfach verlängert werden. So sind die Schnitte natürlich noch weiter ausbaufähig.
Die Arbeitsschritte sind super beschrieben - kaum Text, dafür wieder viele leicht verständliche Bilder. Es wird wohl kaum Schwierigkeiten bei der Umsetzung geben. Ich bin auf mein erstes Kleid sehr gespannt. Es wird wohl das Neckholderkleid werden, da ich hier bereits passenden Stoff liegen habe.
Das Buch könnt ihr direkt beim Verlag bestellen und zwar hier. Oder wie immer über mein Amazon-Partnerprogramm:
Vielen Dank an den Haupt-Verlag für das Rezensionsexemplar.
Freitag, 26. April 2013
Wolfgang Hensel: Landhaus-Bauerngärten
126 S., Kosmos, 19,99 €, ISBN 978-3-440-13472-6
Ein weiteres Gartenbuch hat mein Bücherregal bereichert. In "Landhaus-Bauerngärten" von Wolfgang Hensel kann man in tollen Bildern schwelgen und Anregungen für einen eigenen bäuerlich gestalteten Garten finden.
Anfangs fand ich die Aufteilung in die vier Kapitel "Bauerngärten", "Cottagegärten", "Landhausgärten" und "Ländlicher Garten" etwas befremdlich, dachte ich doch beim ersten Durchblättern, das wäre doch im Grunde alles dasselbe. Hensel hat diese Reihenfolge aber aus historischen Gründen gewählt. So standen am Anfang der Gartengestaltung die Bauerngärten, die vor allem strengen, geraden Gestaltungselementen folgten und vorrangig zur Versorgung der Bewohner des Hauses dienten.
Die Cottage-Gärten zeichnen sich durch üppige Blumenbeete aus, während die Landhausgärten Elemente beider Gartentypen vereinen und sich vor allem in die heutige Zeit einfügen. Ländliche Gärten meint hier die freiere Gestaltung eines Gartens, die keinen formellen Elementen folgt, sondern nur hier und dort ländliches Flair versprüht. Letztendlich kann der Leser dann für sich entscheiden, wie er seinen Garten gestalten will.
In jedem Kapitel werden die Stilelemente anhand schöner Bilder erläutert. Man findet Beispiele für Weggestaltung und Beetanlagen sowie eine Auswahl geeigneter Pflanzen. Auch Gemüsepflanzen kommen nicht zu kurz. Hecken und Zäune spielen ebenso eine Rolle wie Zierelemente.
Die Auswahl der Pflanzen hätte in meinen Augen gern etwas differenzierter ausfallen können. Zur eigenen Umsetzung wäre es wünschenswert gewesen, die Pflanzen nach Standortanforderungen zu sortieren. Ebenfalls hätte ich es gut gefunden, eine Art Planungshilfe an die Hand zu bekommen, gern auch anhand eines Beispielgartens.
Am Ende des Buches findet sich Liste mit Bezugsquellen für Gärtnereien sowie ein Register.
Alles in allem ein schönes Buch zum Blättern, eine praktische Anleitung ist es allerdings nicht.
Ein weiteres Gartenbuch hat mein Bücherregal bereichert. In "Landhaus-Bauerngärten" von Wolfgang Hensel kann man in tollen Bildern schwelgen und Anregungen für einen eigenen bäuerlich gestalteten Garten finden.
Anfangs fand ich die Aufteilung in die vier Kapitel "Bauerngärten", "Cottagegärten", "Landhausgärten" und "Ländlicher Garten" etwas befremdlich, dachte ich doch beim ersten Durchblättern, das wäre doch im Grunde alles dasselbe. Hensel hat diese Reihenfolge aber aus historischen Gründen gewählt. So standen am Anfang der Gartengestaltung die Bauerngärten, die vor allem strengen, geraden Gestaltungselementen folgten und vorrangig zur Versorgung der Bewohner des Hauses dienten.
Die Cottage-Gärten zeichnen sich durch üppige Blumenbeete aus, während die Landhausgärten Elemente beider Gartentypen vereinen und sich vor allem in die heutige Zeit einfügen. Ländliche Gärten meint hier die freiere Gestaltung eines Gartens, die keinen formellen Elementen folgt, sondern nur hier und dort ländliches Flair versprüht. Letztendlich kann der Leser dann für sich entscheiden, wie er seinen Garten gestalten will.
In jedem Kapitel werden die Stilelemente anhand schöner Bilder erläutert. Man findet Beispiele für Weggestaltung und Beetanlagen sowie eine Auswahl geeigneter Pflanzen. Auch Gemüsepflanzen kommen nicht zu kurz. Hecken und Zäune spielen ebenso eine Rolle wie Zierelemente.
Die Auswahl der Pflanzen hätte in meinen Augen gern etwas differenzierter ausfallen können. Zur eigenen Umsetzung wäre es wünschenswert gewesen, die Pflanzen nach Standortanforderungen zu sortieren. Ebenfalls hätte ich es gut gefunden, eine Art Planungshilfe an die Hand zu bekommen, gern auch anhand eines Beispielgartens.
Am Ende des Buches findet sich Liste mit Bezugsquellen für Gärtnereien sowie ein Register.
Alles in allem ein schönes Buch zum Blättern, eine praktische Anleitung ist es allerdings nicht.
Dienstag, 9. Oktober 2012
Peter Himmelhuber: Soforthelfer Pflanzenschnitt
126 S., Kosmos, 14,99 €, ISBN 978-3-440-13238-8
Heute möchte ich mal ausser der Reihe ein Sachbuch besprechen, da ich schon lange auf der Suche nach einem so praktischen Werk war.
Ich besitze ja nun schon seit ein paar Jahren einen Garten, habe aber leider keinen grünen Daumen und bin oft hilflos dem Wildwuchs und den Naturgegebenheiten ausgesetzt. Es gibt Jahre, da wachsen mir meine Pflanzen regelmäßig über den Kopf, in anderen wieder blüht nichts oder meine Obstbäume tragen keine Früchte und ich weiß nicht recht, woran es liegt.
Dass Pflanzen hin und wieder beschnitten werden müssen, ist aber auch mir nicht entgangen, jedoch hatte ich bisher keine Ahnung, wie. Meine bisherigen Gartenbücher machten daraus eine regelrechte Wissenschaft, mit seitenlangen Texten und schlechten Bildern, so dass man als Gartenliebhaber schon gar keine Lust mehr hatte, sich mit der Materie zu beschäftigen.
Nun fiel mir aber dieses wunderbare Nachschlagewerk in die Hände. In kurzenn, knackigen Sätzen und aufschlussreichen Bildern wird auch dem Laien wie mir verständlich das Wichtigste zum Thema Pflanzenschnitt vermittelt.
Beginnend mit einem Basiswissen-Teil, in dem u. a. Werkzeuge, richtige Schnitttechniken und die Wachstumsgesetze erläutert werden, widmen sich die folgenden Teile den unterschiedlichen Pflanzenarten, denn jede Gattung hat seine eigenen Gesetzmäßigkeiten beim Beschneiden. Obstgehölze, Ziersträucher, Rosen und Stauden werden behandelt und ebenso Hecken, Kletterpflanzen und sogar der Formschnitt, der z. B. beim Buchsbaum zur Anwendung kommen kann.
Zu jeder beschriebenen Sorte innerhalb der Pflanzenfamilie gibt es eine übersichtliche Doppelseite, auf der die wichtigsten Eigenschaften der Pflanze, auf die man achten muss, beschrieben werden. Dazu gehören die Bodenbeschaffenheit, der Standort und was die Pflanze gar nicht verträgt. Es wird auf den Pflanzschnitt ebenso eingegangen wie auf den Verjüngungsschnitt. Als besonderen Tipp gibt es den sogenannten "Soforthelfer", der noch einmal Besonderheiten hervorhebt.
Was mir ein wenig fehlte, war ein Jahreskalender, in dem auf einen Blick zu erkennen wäre, in welchem Monat oder zu welcher Jahreszeit welcher Schnitt fällig wird. Dies wäre eine große Hilfe gewesen.
Ich werde dieses Buch ab jetzt öfter zur Hand nehmen, v. a. wenn ich mir wieder einmal unsicher bin, wo ich genau ich meine Schere ansetzen soll und wann ich meine Pflanzen besser verschone.
Heute möchte ich mal ausser der Reihe ein Sachbuch besprechen, da ich schon lange auf der Suche nach einem so praktischen Werk war.
Ich besitze ja nun schon seit ein paar Jahren einen Garten, habe aber leider keinen grünen Daumen und bin oft hilflos dem Wildwuchs und den Naturgegebenheiten ausgesetzt. Es gibt Jahre, da wachsen mir meine Pflanzen regelmäßig über den Kopf, in anderen wieder blüht nichts oder meine Obstbäume tragen keine Früchte und ich weiß nicht recht, woran es liegt.
Dass Pflanzen hin und wieder beschnitten werden müssen, ist aber auch mir nicht entgangen, jedoch hatte ich bisher keine Ahnung, wie. Meine bisherigen Gartenbücher machten daraus eine regelrechte Wissenschaft, mit seitenlangen Texten und schlechten Bildern, so dass man als Gartenliebhaber schon gar keine Lust mehr hatte, sich mit der Materie zu beschäftigen.
Nun fiel mir aber dieses wunderbare Nachschlagewerk in die Hände. In kurzenn, knackigen Sätzen und aufschlussreichen Bildern wird auch dem Laien wie mir verständlich das Wichtigste zum Thema Pflanzenschnitt vermittelt.
Beginnend mit einem Basiswissen-Teil, in dem u. a. Werkzeuge, richtige Schnitttechniken und die Wachstumsgesetze erläutert werden, widmen sich die folgenden Teile den unterschiedlichen Pflanzenarten, denn jede Gattung hat seine eigenen Gesetzmäßigkeiten beim Beschneiden. Obstgehölze, Ziersträucher, Rosen und Stauden werden behandelt und ebenso Hecken, Kletterpflanzen und sogar der Formschnitt, der z. B. beim Buchsbaum zur Anwendung kommen kann.
Zu jeder beschriebenen Sorte innerhalb der Pflanzenfamilie gibt es eine übersichtliche Doppelseite, auf der die wichtigsten Eigenschaften der Pflanze, auf die man achten muss, beschrieben werden. Dazu gehören die Bodenbeschaffenheit, der Standort und was die Pflanze gar nicht verträgt. Es wird auf den Pflanzschnitt ebenso eingegangen wie auf den Verjüngungsschnitt. Als besonderen Tipp gibt es den sogenannten "Soforthelfer", der noch einmal Besonderheiten hervorhebt.
Was mir ein wenig fehlte, war ein Jahreskalender, in dem auf einen Blick zu erkennen wäre, in welchem Monat oder zu welcher Jahreszeit welcher Schnitt fällig wird. Dies wäre eine große Hilfe gewesen.
Ich werde dieses Buch ab jetzt öfter zur Hand nehmen, v. a. wenn ich mir wieder einmal unsicher bin, wo ich genau ich meine Schere ansetzen soll und wann ich meine Pflanzen besser verschone.
Montag, 9. April 2012
Natascha Kampusch: 3096 Tage
283 S., List, 19,95 €, ISBN 978-3-471-35040-9
Den Fall der Natascha Kampusch kennt wohl jeder. 3096 Tage Gefangenschaft - ganze 8 1/2 Jahre in der Gewalt eines psychisch kranken Menschens, der sich nach ihrer Flucht noch am selben Tag das Leben nahm.
Natascha ist 10 Jahre alt, als sie auf dem Schulweg morgens in einen weißen Lieferwagen gezerrt wird. Sie ist 18, als sie sich aus eigener Kraft befreit. Was in dieser Zeit alles mit ihr geschieht, ihre Ängste, die Gewalt, die sich vielfältig zeigt. Das Leben des "Täters" - wie Natascha ihn nennt - wird durch dieses Buch greifbarer, vorstellbarer. Auch den Motiven, die im Nachhinein keiner wirklich klären kann, versucht Natascha in dem von ihr selbst geschriebenen Bericht auf den Grund zu gehen.
Für Natascha Kampusch gibt es kein schwarz und weiß, kein auschließliches Opfer, keinen ausschließlichen Täter. Sie wehrt sich verbissen gegen den Stempel des Stockholm-Syndroms, welchen man ihr schnell aufdrückt, als sie Verständnis für den Täter zeigt. Für sie ist Wolfgang Priklopil der (einzige) Mensch, mit dem sie in diesen 8 Jahren Kontakt hat, der einzige Mensch, der sie versorgt - nicht nur mit Nahrung und Kleidung, auch mit Zuwendung.
Natürlich hat die Gewalt, die Priklopil ihr antut, die Oberhand. Er läßt sie hungern, sie ist seine Sklavin. Er läßt sie putzen, kochen, sogar schwere Bauarbeiten auf diversen Baustellen verrichten. Macht sie etwas in seinen Augen nicht richtig, schlägt er sie, misshandelt sie aufs Schärfste, sperrt sie tagelang ohne Essen ins Verlies, welches sie nach 2 Jahren das erstemal verläßt, um oben im Haus zu "helfen". Er nimmt ihr jegliche Identität, gibt ihr einen anderen Namen, behauptet, ihre Eltern wollen sie nicht zurück, weil sie das Lösegeld, welches er angeblich fordert, nicht zahlen. Er macht sie gefügig mit subtilen psychischen Methoden, er hält sie klein und untergräbt ihr Selbstbewußtsein, wo immer es nötig wird.
Der Täter ist unbeherrscht und unberechenbar. Seine Wutausbrüche sind für Natascha nicht vorhersehbar. Auch wenn sie alles ihrer Meinung nach richtig macht, rastet Priklopil immer öfter aus.
Aber er ist auch die einzige Bezugsperson für Natascha. Um nicht unterzugehen, um durchzuhalten, um an ein Leben nach der Entführung zu glauben und um nicht an der Gefangenschaft und der Gewalt zu zerbrechen, versucht Natascha Kampusch eine Normalität zu leben, zu vergeben und den Täter auch als Mensch zu sehen. Dieser Umstand traf großteils in der Öffentlichkeit auf Unverständnis. Das ist krank war der allgemeine Konsens und es gab eine Diagnose dafür: Stockholm-Syndrom. Für Natascha ist dies ein erneuter Übergriff. In ihren Augen wird ihr die Hoheitsgewalt über ihre eigene Geschichte, ihr Erlebtes und ihre Wahrnehmung genommen.
Dieser Tatsachenbericht wirkt streckenweise sehr abgeklärt. Fast unemotional beschreibt Kampusch ihr Märtyrium und ihren Weg, mit der Situation über einen so unglaublich langen Zeitraum klar zu kommen. Anfangs wirkt das sehr befremdlich, später ist klar: Natascha kann dies alles nur schildern, weil sie viele Dinge ertragen hat, indem sie sich einen Panzer geschaffen hat, eine zweite Persönlichkeit. Sie stand außen vor und hat beobachtet, wie Gewalt ihrem anderen Ich angetan wurden. Ihre Psyche hat zugesehen und sich stark gemacht.
Beeindruckend ist das ganze Buch. Wie wenig gebrochen wirkte diese junge Frau bereits zwei Wochen nach ihrer Flucht bei ihrem ersten Fernsehinterview. Und welch kluge Sätze sie in dieses Buch packt.
Den Fall der Natascha Kampusch kennt wohl jeder. 3096 Tage Gefangenschaft - ganze 8 1/2 Jahre in der Gewalt eines psychisch kranken Menschens, der sich nach ihrer Flucht noch am selben Tag das Leben nahm.
Natascha ist 10 Jahre alt, als sie auf dem Schulweg morgens in einen weißen Lieferwagen gezerrt wird. Sie ist 18, als sie sich aus eigener Kraft befreit. Was in dieser Zeit alles mit ihr geschieht, ihre Ängste, die Gewalt, die sich vielfältig zeigt. Das Leben des "Täters" - wie Natascha ihn nennt - wird durch dieses Buch greifbarer, vorstellbarer. Auch den Motiven, die im Nachhinein keiner wirklich klären kann, versucht Natascha in dem von ihr selbst geschriebenen Bericht auf den Grund zu gehen.
Für Natascha Kampusch gibt es kein schwarz und weiß, kein auschließliches Opfer, keinen ausschließlichen Täter. Sie wehrt sich verbissen gegen den Stempel des Stockholm-Syndroms, welchen man ihr schnell aufdrückt, als sie Verständnis für den Täter zeigt. Für sie ist Wolfgang Priklopil der (einzige) Mensch, mit dem sie in diesen 8 Jahren Kontakt hat, der einzige Mensch, der sie versorgt - nicht nur mit Nahrung und Kleidung, auch mit Zuwendung.
Natürlich hat die Gewalt, die Priklopil ihr antut, die Oberhand. Er läßt sie hungern, sie ist seine Sklavin. Er läßt sie putzen, kochen, sogar schwere Bauarbeiten auf diversen Baustellen verrichten. Macht sie etwas in seinen Augen nicht richtig, schlägt er sie, misshandelt sie aufs Schärfste, sperrt sie tagelang ohne Essen ins Verlies, welches sie nach 2 Jahren das erstemal verläßt, um oben im Haus zu "helfen". Er nimmt ihr jegliche Identität, gibt ihr einen anderen Namen, behauptet, ihre Eltern wollen sie nicht zurück, weil sie das Lösegeld, welches er angeblich fordert, nicht zahlen. Er macht sie gefügig mit subtilen psychischen Methoden, er hält sie klein und untergräbt ihr Selbstbewußtsein, wo immer es nötig wird.
Der Täter ist unbeherrscht und unberechenbar. Seine Wutausbrüche sind für Natascha nicht vorhersehbar. Auch wenn sie alles ihrer Meinung nach richtig macht, rastet Priklopil immer öfter aus.
Aber er ist auch die einzige Bezugsperson für Natascha. Um nicht unterzugehen, um durchzuhalten, um an ein Leben nach der Entführung zu glauben und um nicht an der Gefangenschaft und der Gewalt zu zerbrechen, versucht Natascha Kampusch eine Normalität zu leben, zu vergeben und den Täter auch als Mensch zu sehen. Dieser Umstand traf großteils in der Öffentlichkeit auf Unverständnis. Das ist krank war der allgemeine Konsens und es gab eine Diagnose dafür: Stockholm-Syndrom. Für Natascha ist dies ein erneuter Übergriff. In ihren Augen wird ihr die Hoheitsgewalt über ihre eigene Geschichte, ihr Erlebtes und ihre Wahrnehmung genommen.
"Dass im Bösen zumindest in kurzen Augenblicken Normalität, ja sogar gegenseitiges Verständnis möglich ist. Das ist es, was ich meine, wenn ich davon spreche, dass es weder in der Realität noch in Extremsituationen entweder Schwarz oder Weiß gibt, sondern winzige Abstufungen den Unterschied machen. ... Indem ich ihn als Mensch sah, mit einer sehr dunklen und einer etwas helleren Seite, konnte ich selbst Mensch bleiben. Weil er mich so nicht brechen konnte."Über die sexuelle Komponente der Entführung schweigt Natascha Kampusch:
"Eine der ersten Schlagzeilen über den Täter nach meiner Selbstbefreiung lautete: "Die Sexbestie". Ich werde über diesen Teil meiner Gefangenschaft nicht schreiben - es ist der letzte Rest an Privatsphäre, den ich mir noch bewahren möchte, nachdem mein Leben in Gefangeschaft in unzähligen Berichten, Verhören, Fotos zerpflückt wurde. Doch so viel will ich sagen: In ihrer Sensationsgier lagen die Boulevardjournalisten weit daneben."Auch der immer wieder hochkochenden Theorie der Mittäter widerspricht die Autorin. Es gab keinerlei Anzeichen dafür, auch wenn der Täter anfangs selbst diesen Aspekt ins Spiel brachte. Ein solches Verbrechen bedarf keiner Mitwisser - nicht über einen solch langen Zeitraum.
Dieser Tatsachenbericht wirkt streckenweise sehr abgeklärt. Fast unemotional beschreibt Kampusch ihr Märtyrium und ihren Weg, mit der Situation über einen so unglaublich langen Zeitraum klar zu kommen. Anfangs wirkt das sehr befremdlich, später ist klar: Natascha kann dies alles nur schildern, weil sie viele Dinge ertragen hat, indem sie sich einen Panzer geschaffen hat, eine zweite Persönlichkeit. Sie stand außen vor und hat beobachtet, wie Gewalt ihrem anderen Ich angetan wurden. Ihre Psyche hat zugesehen und sich stark gemacht.
Beeindruckend ist das ganze Buch. Wie wenig gebrochen wirkte diese junge Frau bereits zwei Wochen nach ihrer Flucht bei ihrem ersten Fernsehinterview. Und welch kluge Sätze sie in dieses Buch packt.
Lesen und sich selbst ein Urteil bilden!
"Diese Gesellschaft braucht Täter wie Wolfgang Priklopil, um dem Bösen, das in ihr wohnt, ein Gesicht zu geben und es von sich selbst abzuspalten. Sie benötigt die Bilder von Kellerverliesen, um nicht auf die vielen Wohnungen und Vorgärten sehen zu müssen, in denen die Gewalt ihr spießiges, bürgerliches Antlitz zeigt. Sie benutzt die Opfer spektakulärer Fälle wie mich, um sich der Verantwortung für die vielen namenlosen Opfer der alltäglichen Verbrechen zu entledigen, denen man nicht hilft - selbst wenn sie um Hilfe bitten."
Dienstag, 22. November 2011
Katja Schütz: Abnehmen mit Hypnose
Laufzeit 1 Stunde 1Minute, Hypnorecords
Hörprobe
Vor einiger Zeit habe ich mir das Hörbuch "Abnehmen mit Hynoyse" bei audible heruntergeladen. Bisher habe ich das Buch dreimal gehört aufgrund von Zeitmangel - und: ich habe noch nicht abgenommen.
Was sicherlich aufgrund der geringen Häufigkeit des Hörens auch kein Wunder ist. Denn bekanntlichermaßen funktioniert Hypnose nur durch wiederholtes Praktizieren. Von daher ist mein Fazit nicht wirklich aussagekräftig.
Aber ich kann etwas dazu sagen, ob mir das Hörbuch insgesamt gefallen hat. Und dies kann ich eindeutig mit "Ja" beantworten. Die Autorin liest selbst und dies auf eine sehr angenehme, beruhigende Art. Ich entspannte mich wirklich zusehends und allein dafür hat sich die Anschaffung des Hörbuchs gelohnt.
Ich war auch fasziniert davon, dass ich tatsächlich tief abgetaucht bin und erst wieder wach wurde, als mir die Stimme von Katja Schütz genau dies suggerierte.
Sicherlich werde ich bald in einem ruhigen Moment das Hörbuch wieder auf die Ohren geben, im abgedunkelten Raum, das Telefon ausgestöpselt, jegliche Störung vermeidend und wieder tief entspannen und wenn ich dies regelmäßig und öfter mache, dann nehme ich auch mit Sicherheit ab.
Man muss nur fest dran glauben.
Hier gehts zum Download für Katja Schütz: Abnehmen mit Hypnose.
Hörprobe
Vor einiger Zeit habe ich mir das Hörbuch "Abnehmen mit Hynoyse" bei audible heruntergeladen. Bisher habe ich das Buch dreimal gehört aufgrund von Zeitmangel - und: ich habe noch nicht abgenommen.
Was sicherlich aufgrund der geringen Häufigkeit des Hörens auch kein Wunder ist. Denn bekanntlichermaßen funktioniert Hypnose nur durch wiederholtes Praktizieren. Von daher ist mein Fazit nicht wirklich aussagekräftig.
Aber ich kann etwas dazu sagen, ob mir das Hörbuch insgesamt gefallen hat. Und dies kann ich eindeutig mit "Ja" beantworten. Die Autorin liest selbst und dies auf eine sehr angenehme, beruhigende Art. Ich entspannte mich wirklich zusehends und allein dafür hat sich die Anschaffung des Hörbuchs gelohnt.
Ich war auch fasziniert davon, dass ich tatsächlich tief abgetaucht bin und erst wieder wach wurde, als mir die Stimme von Katja Schütz genau dies suggerierte.
Sicherlich werde ich bald in einem ruhigen Moment das Hörbuch wieder auf die Ohren geben, im abgedunkelten Raum, das Telefon ausgestöpselt, jegliche Störung vermeidend und wieder tief entspannen und wenn ich dies regelmäßig und öfter mache, dann nehme ich auch mit Sicherheit ab.
Man muss nur fest dran glauben.
Hier gehts zum Download für Katja Schütz: Abnehmen mit Hypnose.
Dienstag, 10. Mai 2011
Alexander Pechmann: Die Bibliothek der verlorenen Bücher
226 S., Büchergilde Gutenberg, 15,90 €, ISBN 978-3-7632-5884-0
Nach all den Krimis musste endlich mal wieder etwas anderes unter meine kritischen Leseaugen und dafür habe ich mir ein dünnes Sachbüchlein rausgesucht, was schon lange darauf wartet, gelesen zu werden.
Herr Pechmann ist v.a. als Herausgeber und Übersetzer von englischsprachigen Werken des 19. Jahrhunderts tätig, was sich (leider) auch in diesem Buch niederschlägt. Denn es wird hauptsächlich die verlorene, ungeschriebene, verbrannte und anderweitig nicht erschiene englische Literatur vor dem Leser ausgebreitet.
Dies ist aber auch mein einziger Kritikpunkt. Auch Thomas Mann und Alexander Puschkins Verluste kommen unter die Lupe. Ich habe viel erfahren über die Gründe, warum Bücher nicht an die Öffentlichkeit gelangt sind. Warum verbrennen Autoren ihre Ergüsse, ist es denn wirklich möglich, daß man vor lauter Schusseligkeit, Bücher verliert und wie unbedarft muss man sein, wenn einem Entwürfe geklaut werden?
Zu jeder Kuriosität hat Pechmann eine Story auf Lager. Sogar die Kopfgeburten einiger heutzutage völlig unbekannter Nicht-Autoren kramt er hervor, von denen ich nie erfahren hätte, da diese Herren auch nie nur eine Zeile veröffentlicht haben.
In einer fiktiven Rahmenhandlung entführt der Unter-Unter-Bibliothekar in die geheimen Gänge der Bibliothek der verlorenen Bücher, einer fiktiven Bibliothek wie sie im vorliegenden Buch zahlreiche gibt.
Für alle Liebhaber klassischer Literatur!
Nach all den Krimis musste endlich mal wieder etwas anderes unter meine kritischen Leseaugen und dafür habe ich mir ein dünnes Sachbüchlein rausgesucht, was schon lange darauf wartet, gelesen zu werden.
Herr Pechmann ist v.a. als Herausgeber und Übersetzer von englischsprachigen Werken des 19. Jahrhunderts tätig, was sich (leider) auch in diesem Buch niederschlägt. Denn es wird hauptsächlich die verlorene, ungeschriebene, verbrannte und anderweitig nicht erschiene englische Literatur vor dem Leser ausgebreitet.
Dies ist aber auch mein einziger Kritikpunkt. Auch Thomas Mann und Alexander Puschkins Verluste kommen unter die Lupe. Ich habe viel erfahren über die Gründe, warum Bücher nicht an die Öffentlichkeit gelangt sind. Warum verbrennen Autoren ihre Ergüsse, ist es denn wirklich möglich, daß man vor lauter Schusseligkeit, Bücher verliert und wie unbedarft muss man sein, wenn einem Entwürfe geklaut werden?
Zu jeder Kuriosität hat Pechmann eine Story auf Lager. Sogar die Kopfgeburten einiger heutzutage völlig unbekannter Nicht-Autoren kramt er hervor, von denen ich nie erfahren hätte, da diese Herren auch nie nur eine Zeile veröffentlicht haben.
In einer fiktiven Rahmenhandlung entführt der Unter-Unter-Bibliothekar in die geheimen Gänge der Bibliothek der verlorenen Bücher, einer fiktiven Bibliothek wie sie im vorliegenden Buch zahlreiche gibt.
Für alle Liebhaber klassischer Literatur!
Sonntag, 27. März 2011
Wie wars? ... auf der Leipziger Buchmesse 2011

Mein Besuch bei der diesjährigen Buchmesse ist nun schon wieder eine Woche her. Ich hatte leider wieder nur am Wochenende Zeit, was bedeutete, dass es wieder sehr voll war. Dennoch begab ich mich frühzeitig auf den Weg und war gegen 10:30 Uhr vor Ort.
Ich hatte dieses Jahr zwei Freikarten, bin aber allein gefahren und das war auch ganz gut so. Auch hatte ich diesmal keinen Plan, habe mir das Programm nicht angeguckt und deshalb ließ ich mich treiben, was ich recht angenehm fand.

Einige Bereiche habe ich fast komplett ausgelassen und habe mich vor allem auf die Belletristik und die Buchkunst konzentriert. So konnte ich auch mal an einem Ort länger verweilen und einem Interview auch länger lauschen.


Die einzigen Anhaltspunkte, denen ich folgen wollte, waren das Bloggertreffen von audible, welches ich allerdings nicht wahrnehmen konnte, weil die Truppe nicht zu erkennen war.
Mr. Rail von lovelybooks hatte ein Buch über Tolstoi über bookcrossing in Halle 4 freigelassen. So begab ich mich gleich zu Beginn meines Tages dorthin, allerdings war das Buch schon weg - schade.
Auch verpasste ich das Interview von Mr. Rail und Binea mit Petra Hammersfahr, dennoch sah ich die beiden später in der Menge. Doch bevor ich mich zu erkennen geben konnte, waren sie schon wieder in der Menge verschwunden. Zum Bibliomanie-Treffen um 17 Uhr hatte ich dann keine Kraft mehr und bin lieber nach Hause gefahren. So viel zu meinen Plänen.
Aber ich hatte auch ein paar nette Erlebnisse. So lauschte ich auf dem blauen Sofa einem Interview mit Arye Sharuz Shalicar zu seinem Buch "Ein nasser Hund ist besser als ein trockener Jude" und einem anderen Zsuzsa Bank über ihr Buch "Die hellen Tage".

Sven Regener allerdings war nicht zum angesagten Termin zu sehen, hier schien sich etwas verschoben zu haben.
Auch einige Prominente aus Politik und Fernsehen waren vor Ort, allerdings waren ihre Auftritte so belagert, daß ich sie kaum zu Gesicht bekam. Norbert Blüm war beim ARD TV Forum zu Gast und Katja Riemann war als Hörbuch-Sprecherin da.
Tim Mälzer und Eckart Witzigmann konnte man in der LVZ Autorenarena bewundern.


Bei Arte hingegen las aus dem Buch "Ein Eichhörnchen auf Wanderschaft" der Schauspieler Thomas Sarbacher.

Nicht zuletzt waren auch die Cosplayer wieder ein reizvoller Anblick und die Besucher blieben gerne stehen, um sich den ein oder anderen genauer anzusehen und zu fotografieren.





Insgesamt war es also wieder ein ereignisreicher, aufregender und anstrengender Tag. Leipzig - ich komm wieder!
Video folgt...
Sonntag, 20. Februar 2011
Eckart von Hirschhausen: Glück kommt selten allein
384 S., Rowohlt, 18,90 €, ISBN 978-3-498-02997-5
Dieses Buch ist ja bekanntlichermaßen ein Bestseller. So ganz genau weiß ich gar nicht mehr, warum ich es mal gern lesen wollte, vermutlich war das der einzige Grund. Und um es gleich vorweg zu nehmen, ich habe das Werk nicht ganz gelesen. Bis zur Hälfte habe ich tapfer durchgehalten, dann hatte ich das Gefühl, es wiederholt sich und das Prinzip hat sich totgelaufen, ich habe dann nur noch geblättert und mir vereinzelte Kapitel rausgepickt, und das waren dann nicht mehr viele.
Eckart von Hirschausen ist von Hause aus eigentlich Mediziner und hat sich dann auf der Bühne mit einer Mischung aus Wissensvermittlung und Humor einen Namen gemacht. Und genau so soll auch das Buch sein: eine humorvolle Abhandlung wissenschaftlicher Erkenntnisse zum Thema Glück.
Das Glück überhaupt ein eigener, wenn auch kleiner Forschungszweig ist, ist schon kurios genug und der Ansatz, dies alles nicht allzu ernst zu nehmen, umso löblicher. Dennoch hat mich das Buch nicht wirklich überzeugt.
Abgehandelt wird in mehreren Teilbereichen, die ich ganz gelungen finde: Glück in zwischenmenschlichen Beziehungen, der Glück des Zufalls, Glück im Genuss finden und beim Tun, dem sogenannten Flow sowie mit der Vereinfachung - dem Weglassen. Hirschausen arbeitet mit Beispielen und kecken Sprüchen, die einen schon mal schmunzeln lassen, aber im Nachgang auch irgendwie banal und fast lächerlich klingen. Während ich: "Wenn du glücklich sein willst, sei kein Frosch" noch höchst amüsant finde, so ist "Geniess dein Leben! Es könnte dein letztes sein" einfach nur noch albern.
Praktische Tipps für Übungen, die oft ebenso nicht ganz ernst gemeint sind oder Bastelanleitungen lockern das Ganze ein wenig auf. Dennoch brauche ich künftig nicht mehr Bücher solcher Art. Auf der Bühne ist solch ein Inhalt sicherlich besser aufgehoben:
Mittwoch, 3. Februar 2010
Ilija Trojanow/ Juli Zeh: Angriff auf die Freiheit
157 S., 14,90 €, Büchergilde Gutenberg, ISBN 978-3-7632-6258-8
In dieser Streitschrift - wie ich sie nennen würde - beschäftigen sich Trojanow und Zeh mit der systematischen Untergrabung der demokratischen Persönlichkeitsrechte durch den (nicht nur deutschen) Staat, gerechtfertigt durch die neue "übermächtige" Terrorgefahr. "Angst sells" - wie die Autoren ganz richtig bemerken.
Am Anfang des Buches steht ein Zitat, welches den Standpunkt der Autoren aufs Beste wiedergibt:
"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren."
Benjamin Franklin (S. 11)
Auf sehr eindrückliche Weise wird dem Leser vor Augen geführt, welche Beschneidungen der Persönlichkeitsrechte wir seit den Anschlägen des 11. September bereits stillschweigend hingenommen haben, immer unter der Prämisse, daß der Staat uns doch nur beschützen will vor dem großen Bösen.
Wie irreal diese Bedrohung ist im Verhältnis zu anderen viel Realeren wird ebenso dargelegt, wie die sehr fragliche Auslegung des Begriffes der Prävention. Maßnahmen, die ergriffen werden, um die unwahrscheinlichen Fälle der Fälle ohne konkreten Verdachtsmoment zu verhindern, lassen an der gut gemeinten Absicht des Staates zweifeln.
"Sicherheitsstrategien, die auf Prävention statt auf Strafverfolgung gerichtet sind, leiden an einem Geburtsfehler: Sie sind ihrem Wesen nach schwer mit rechtsstaatlichen Prinzipien wie der Unschuldsvermutung, dem Gleichbehandlunsgrundsatz oder den Diskriminierungsverboten vereinbar." (S. 65)
Die Angst wird jedoch nicht nur durch den Staat geschürt. Wie sehr sich die Medien, die doch so unabhängig sein sollten, nur allzu gerne vor den Karren der Panikmache spannen lassen, scheint zu verwundern. Doch nicht erst durch dieses Buch sollte aufmerksamen Mediennutzern solch eine Berichterstattung aufgefallen sein. Der "Spiegel", einst linkes Vorzeigeblatt, ist hier leider ein großer Vorreiter (Aufzählung entsprechender Artikel als Quellenangabe im Buch S. 145).
Jeder, der dieses Werk zur Hand nimmt, wird sich mehr oder weniger in der Anklage wiederfinden. Wir sind zu gutgläubig und haben uns einlullen lassen, weil jeder nicht mehr das große Ganze sieht, sondern der Meinung ist: ich hab doch nichts zu verbergen. Am meisten hat mich aber folgender Satz überzeugt, der vielleicht noch eher die Essenz dieser Schrift ist, als das Zitat am Anfang:
"Wenn es tatsächlich unser freiheitliches Selbstverständnis ist, von dem sich Terroristen provoziert fühlen, dann agiert jeder, der diese Freiheit den Terroristen zuliebe beschränken will, geradzu in Beihilfe." (S. 39)
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